Camping auf der Insel Cres

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In kurz: Kroatien. In meiner Kindheit habe ich einen unvergesslichen Sommer auf der Insel Cres verbracht. Cres ist eine der größten Inseln ganz im Norden von Kroatien und ist nur mit der Fähre zu erreichen.
Seit damals verbinde ich mit Kroatien Campingplätze, türkises klares Wasser und den Duft von Pinien und Pfannkuchen. In diesem Jahr wollte ich dieses Gefühl noch einmal erleben und so sind wir kurzerhand für eine Woche nach Kroatien – Cres gefahren. Wir haben am Rande des Fischerdorfes Osor einen zauberhaften Campingplatz entdeckt, auf dem wir die komplette Zeit geblieben sind und sind nicht, wie vorher angedacht, In Kroatien herumgereist.
Dieser Beitrag enthält nicht beauftragte, unbezahlte Werbung.

Anfahrt: Wir sind Mitte August von Hamburg über Nürnberg und dann durch Österreich und Slowenien nach Kroatien gefahren. Für die Fahrt durch Österreich und Slowenien benötigt ihr jeweils eine Vignette. Für 10 bzw. 2 Monate kostet die Vignette in Österreich 9 Euro bzw. 26 Euro. In Slowenien wird nach Fahrzeugart unterschieden. So zahlt man für 1 Monat mit einem PKW unter 1,30 Meter 30 Euro, ebenso für ein klassisches Wohnmobil, für einen VW-Bus allerdings 60 Euro. Weitere Infos gibt es hier. In Kroatien selbst gibt eine Autobahngebühr, die ca. 8 Euro pro 100 km beträgt.

Wir haben die Fähre vom Festland – Brestova – nach Cres genommen. Es geht noch eine zweite Fähre nach Cres, die von der Nachbarinsel Krk ablegt (diese ist wiederum über die Autobrücke zu erreichen). Wir haben für die Fähre pro Strecke jeweils 32 Euro gezahlt. Die Fähre geht in der Hauptsaison regelmäßig alle 1-2 Stunden. Eine Reservierung ist nicht notwendig. Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten.

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Camping: Auf der Insel Cres gibt es unglaublich viele Campingplätze. Die meisten sind jedoch sehr große Luxuscampingplätze mit Animationsprogramm usw. die nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Naturgedanken vom Camping gemein haben. Wer denkt, dass er in der Hochsaison spontan auf einen Campingplatz anreisen kann und dann auch noch einen schönen Stellplatz ergattern kann, der hat sich leider getäuscht.

Mein Tipp daher: Fahrt lieber in der Nebensaison. Dann kann man auch spontan nach einem Platz schauen. Ein weiterer Pluspunkt: In der Hochsaison Juli- September ist es sehr heiß, auch nachts. Außerdem sind beliebte Attraktionen wie z.B. die blaue Grotte von Touristen völlig überlaufen (dazu später mehr). Zu guter Letzt, sind die Preise für den Stellplatz in der Nebensaison natürlich auch deutlich günstiger.

Ich hatte im Vorfeld zum Glück bereits nach Campingplätzen recherchiert und bin dabei auf den kleinen Platz „Preko Mosta“ am Rande des kleinen Fischerdorfes „Osor“ gestoßen. Die Drehbrücke von Osor verbindet die beiden Inseln Cres und Lošinj miteinander. Genau genommen liegt der Campingplatz schon gar nicht merh auf Cres sondern Lošinj.

Der Camingplatz ist etwas rustikaler, ursprünglicher als die meisten anderen Campingplätze, aber das macht meiner Meinung nach genau den Charm aus. Einige Stellplätze sind direkt mit Blick auf das Meer ausgerichtet. Das Schöne ist, dass man, je nachdem welchen Stellplatz man erwischt, in 30 Sekunden bis 5 Min direkt im Meer ist.

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Ich empfehle euch die Stellplätze im Osten des Campingplatzes. Meine Lieblingsplätze sind die Stellplätze 16, 16a und 23.
Mein Tipp: reserviert euch einen der top Stellplätze. Hierfür fällt einmalig die Gebühr von ca. 30 Euro an, ansonsten ist der Platz aber wirklich günstig. Wir haben in der Hochsaison für unseren Bulli mit zwei Personen (ohne Strom weniger als 30 Euro pro Nacht gezahlt).

Die Stellplätze die ebenerdig direkt am Strand liegen (Nr. 1-5), kosten etwa 7 Euro mehr pro Tag. Sie sind auch wirklich schön. Es hat was direkt das Meer vor den Füßen zu haben, man muss aber bedenken, das tagsüber auch einige Leute vor einem herumwuseln, da dort auch die kleine Schwimmbucht ist.

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Essen: Wir waren in zwei Restaurants direkt in Osor essen und ich kann beide empfehlen.

Die Pizzaria Osor ist zwar aufgrund der nähe zur Straße nicht ganz so idyllisch gelegen, aber die Pizza war lecker und günstig.

Das Restaurant Konoba Bonifacic liegt klein und idyllisch in einem Hinterhof und ist sehr schön bepflanzt. Es empfiehlt sich einen Tisch für abends zu buchen. Ich habe eine Fischplatte gegessen und fand sie wirklich sehr lecker. Die Fischplatte steht zwar nur für zwei Personen im Menü, ich konnte sie aber auch für eine Person bestellen. Gekostet hat sie ca. 22 Euro.

In Osor gibt es auch einen kleinen Supermarkt, wo man alles Wichtige bekommt. Der nächste größere Supermarkt ist im Nachbarort Nerezine.

Unternehmungen:
Wir sind fast jeden Tag schwimmen gewesen oder mit den SUPs rausgepaddelt. Wir hatten unsere eigenen dabei, aber ich glaube man kann sich auch SUPs und Kajaks in Osor leihen, ebenso wie kleine Motorbote.

Der kleine Ort Osor ist auch sehr hübsch und ein Spaziergang loht sich auf jeden Fall.

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Wir haben auch einen Tagesausflug zur blauen Grotte unternommen. Wir sind früh morgens in das kleine Dorf Lubenice gefahren und haben hier unser Auto geparkt. Von hier aus kann man einen ca. 45-minütigen Abstieg zur blauen Grotte unternehmen. Der Weg ist eher ein Trampelpfad und teilweise muss man ein bisschen klettern. Ich würde die Wanderung auch nur für fitte Personen empfehlen und auch für Kinder ist er nichts. Insbesondere der spätere Aufstieg ist echt anstrengend. 

Der Steinstrand bei der blauen Grotte ist sehr schön und früh morgens waren wir hier fast allein, so konnten wir auch ungestört in der Grotte schwimmen. Das Wasser ist echt kalt in der Grotte und Profis nehmen eine Wasserdichte Taschenlampe mit.

Gegen 10.30 Uhr kamen dann leider die Touristenboote und der Strand wurde innerhalb einer halben Stunde mit 200 Menschen „überschwemmt“. Ich würde daher die Tour entweder ganz früh morgens unternehmen oder einfach in der Nebensaison.

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Ich hoffe ich habe euch Lust auf Kroatien gemacht und freue mich auf eure Nachrichten.